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Maratona dles Dolomites: Highlight und fester Bestandteil des RSV-Rennrad-Jahres

Der Maratona dles Dolomites hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil des Jahresprogramms der RSV-Rennrad-Gruppe .8 etabliert. Und nicht nur bei den Besigheimern: laut Veranstalter bewerben sich jedes Jahr 30.000 Radsportler auf einen der 8.000 Startplätze und hoffen, durch ein Losverfahren ein Ticket für den Start in La Villa zu ergattern. Die Gründe für die Strahlkraft dieser Veranstaltung sind vielfältig: Die Tour wird als Rennen ausgeschrieben, dadurch sind alle Strecken komplett für den übrigen Straßenverkehr gesperrt. Die vielen Passabfahrten in den Dolomiten mit ihrem durchweg hervorragenden Straßenbelag werden dadurch zum Hochamt für Downhill-Junkies. Zudem sind auch Top-Amateure und Ex-Profis mit von der Partie, das Rennen wird live im italienischen Fernsehen übertragen. Und nicht zuletzt sind die alpine Landschaft, die atemberaubenden Ausblicke und der legendäre Ruf der Sella-Ronda als Rennrad-Revier ein absoluter Teilnehmer-Magnet.

Für Gruppen sind die Teilnahmechancen höher, wenn ein Mitglied der Gruppe ausgelost wird. Seit Jahren schon bilden die Besigheimer Rennradler deshalb eine Renngemeinschaft mit den "Radmazottis", einer befreundeten Gruppe aus Gemmrigheim und Kirchheim. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle waren vom RSV in diesem Jahr nur die beiden Leader Jochen Fink und Jörg Weiner, außerdem Lutz Schmidtke, am Start. Die Gruppe nahm die lange Runde in Angriff. Die reine Streckenlänge von 138 km alleine erzeugt noch keine Sorgenfalten auf der Stirn - in Kombination mit den 4.230 Höhenmetern, verteilt auf 9 Passanstiege, wird dann aber doch eine echte Herausforderung daraus. Bekannte Pässe wie der Passo Campalongo, der Pordoi, das Sella-Joch, der Falzarego und der Passo di Giau lassen sich sehr gut bewältigen, wenn man seinen eigenen Rhythmus fahren kann. Allerdings hat der Veranstalter ca. 4km vor dem Ziel mit der Mür dl Giat ("Katermauer") ein bisher nicht sehr populäres Schmankerl eingebaut: diese Rampe ist zwar nur knapp 400 m lang, aber mit einer maximalen Steigung von ca. 19 % nicht mehr ausschließlich mit Rhythmus zu bewältigen - hier ist dann die schiere Kraft des Fahrers gefragt.

Für Fahrer, die es nicht ganz so wild treiben wollen, hält der Veranstalter noch zwei kürzere Runden bereit: mit 55 km und 1.780 hm bzw. 106 km und 3.130 hm kommen auch Einsteiger und Fortgeschrittene in den Genuss der Dolomiten.

Zum Gelingen dieses Tages trugen natürlich auch die perfekten äußeren Bedingungen bei: zum Start um 06:30 Uhr nicht zu kalt, mittags nicht zu heiß, kaum Wind - und (vor allem bergab ganz wichtig): kein Regen. Die Gruppe blieb außerdem komplett ohne Sturz oder technischen Defekt. Und so blickte man am Ende des Tages im Ziel in Corvara ausschließlich in zwar erschöpfte, aber durchweg zufriedene Gesichter.

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